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Kleines Vorwerk
Kleines Vorwerk

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Vorwerk

Als Vorwerk wurde in der Landwirtschaft ein vom Hauptgut abgetrennter Teil des Gutes mit eigenen Wirtschaftsgebäuden und eigener, wenngleich in Abhängigkeit von dem Hauptgut stehender Betriebsleitung. Der Begriff stammt eigentlich aus dem Festungsbau (Werk = Festung, Vorwerk = abgetrennter Festungsteil).

Zur Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein gehörten das "Große Vorwerk", in dem die Schafhaltung dominierte und das "Kleine Vorwerk" wo die Feldbewirtschaftung im Vordergrund stand.


Erlebnisbereich Kleines Vorwerk

Das Kleine Vorwerk gehörte 165 Jahre zum Schloss Purschenstein, dem Sitz der Familie von Schönberg in Neuhausen. Wie der Name vermuten lässt, ist es kleiner als das ca. 1 Kilometer entfernte Große Vorwerk.

Das Kleine Vorwerk wurde im Jahre 1780 unter der Herrschaft von Adam Rudolph von Schönberg erbaut. Nach einer glänzenden höfischen Karriere gelangte er in den alleinigen Besitz über die Herrschaft Purschenstein. Er machte sich um die Einführung fortschrittlicher Methoden in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen, vorallem aber der Land- und Fortswirtschaft, verdient. Die Lage des Kleinen Vorwerks inmitten des Waldes weist darauf hin, dass es wahrscheinlich vor allem zum Zwecke der Waldnutzung und -pflege errichtet worden ist. Seine Gründung jedenfalls fällt in eine Zeit des grundlegenden Wandels in der Waldbewirtschaftung.

Bereits 1900 – zur Zeit der "Wanderbewegung" bzw. des "Sommerfrische-Tourismus" - war im Kleinen Vorwerks neben der Bauernwirtschaft auch ein Ausflugslokal eingerichtet. Nach liebevoller Restauration konnte es im Jahre 1998, angelehnt an seinen historischen Zustand wiedereröffnet werden. Umgeben von Wald und Wiesen, entfernt von Straßen und Lärm, kann man hier heute wieder eine Landbewirtschaftung im Einklang mit der Natur erleben.

Die Haltung von vom Aussterben bedrohten alten Haustierrassen gehört dazu, ebenso die Anlage von Streuobstwiesen und Kräuterbeeten. Der Altsächsische Gasthof “Kleines Vorwerk“ bewirtet seine Gäste mit guter sächsischer und erzgebirgischer Küche, aber auch fremdländische Gerichte kommen auf den Tisch, schließlich führt die Alte Salzstraße direkt über den Hof.

Familien mit Kindern können sich hier auf dem Hof besonders wohlfühlen (familienfreundlicher Gastbetrieb mit fünf Sterne). Tiergehege, Reitstall, Spielplatz und Kletterturm, Lagerfeuerstelle und Lehmbackofen sorgen für ausreichend Abwechslung.

Die umliegenden Wiesen und Wälder lassen sich gut zu Fuß, per Rad, zu Pferde oder Ski erkunden. Zahlreiche Wanderwege und Skiloipen führen durch eine faszinierende Landschaft. Für die Übernachtung stehen geräumige komfortable Appartements und einfache Wanderquartier zur Verfügung. Auch ein Abenteuerurlaub mit Übernachtung in der Blockhütte ist möglich.

Und für alle, die es in die Ferne zieht: Nicht nur die Alte Salzstraße, sondern auch der Europafernwanderweg E3 führt direkt durch das Kleine Vorwerk.

Kontakt:
Altsächsischer Gasthof Kleines Vorwerk
Mühlholzweg 12
09619 Sayda / Erzgebirge

Tel. 037365-99910
Fax 037365-99919
e-Mail: info(at)kleines-vorwerk(dot)de

www.kleines-vorwerk.de